Anpassungsfaktor für Wohngebäude-Versicherungen

Der Anpassungsfaktor für Wohngebäude-Versicherungen steigt 2024 um 7,5 Prozent. Dies teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) mit. 

Die Baupreise sind weiter gestiegen, jedoch nicht mehr so stark wie zuletzt, heißt es zum Hintergrund. Im vergangenen Jahr lag die Erhöhung noch bei 14,7 Prozent. „Für die Eigentümer von Wohngebäuden hat sich der Anstieg damit praktisch halbiert. Das ist in Zeiten großer Sorge um die Bezahlbarkeit von Wohnraum ein wichtiges Signal“, sagt Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des GDV.

Auch wenn sich der Anstieg des Anpassungsfaktors spürbar abgeschwächt hat, liegt er dennoch dem GDV zufolge für 2024 weiter über dem langfristigen Mittel von rund 4,3 Prozent pro Jahr. 

 

Der Faktor wird jährlich auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) errechnet. Dabei wird zu 80 Prozent der Baupreisindex, der die Preisentwicklung beim Neubau von Wohngebäuden von 1914 bis heute beschreibt, und zu 20 Prozent der Tariflohnindex berücksichtigt. Der GDV weist daraufhin, dass Versicherte durch eine solche Beitragsanpassung keinaußerordentliches Kündigungsrecht haben. Denn mit der Anpassung des Beitrages sind auch höhere Leistungen im Schadensfall verbunden. Allerdings können Kunden der Beitragsanpassung widersprechen. Das Gebäude wäre dann jedoch nicht mehr zum gleitenden Neuwert versichert und somit möglichweise schnell unterversichert, wird berichtet.

Konzept und Gestaltung: greendock.de